Eine unerklärliche Zahlung auf einem Geschäftskonto mag wie willkommene Einnahmen wirken, kann aber auch der Anfang eines Betrugs sein. Betrüger nutzen die Geschäftigkeit von Inhabern und den Druck, schnell reagieren zu müssen, aus. Mit unerwarteten Überweisungen und dringenden Aufforderungen wollen sie Entscheidungen herbeiführen, bevor die Transaktion überprüft wurde.

Bei einer verbreiteten Masche sendet ein Betrüger Geld und fordert anschließend die Rückzahlung, oft über eine andere Methode wie eine Banküberweisung oder Geschenkkarten. Stammt die ursprüngliche Zahlung von einem gestohlenen Konto oder einer kompromittierten Karte, kann sie später rückgängig gemacht werden, nachdem der rechtmäßige Kontoinhaber Einspruch eingelegt hat. Das Unternehmen kann dann das Geld verlieren, das es zurückgeschickt hat.

Unerwartete Zahlungen können auch Versuche sein, gestohlene Kartendaten oder gehackte Konten zu testen. Eine Transaktion, die zunächst legitim erscheint, kann zu einer Rückbuchung, Gebühren oder verlorener Ware führen. Bei Phishing-Betrug dient die Zahlung als Köder: Eine Folgemitteilung kann den Empfänger auf eine gefälschte Website leiten oder nach Anmeldedaten und anderen sensiblen Informationen fragen.

Zu den Warnzeichen zählen dringende Rückerstattungsforderungen, Aufforderungen, eine andere Zahlungsmethode zu nutzen, Nachrichten oder Links außerhalb offizieller Kanäle sowie Zahlungen, die nicht zu einer Rechnung, Bestellung oder Kundenakte passen. Ein runder Betrag oder ein unbekannter Absender sollte Anlass für eine genauere Prüfung sein, auch wenn keiner dieser Umstände für sich genommen Betrug beweist.

Unternehmen sollten verdächtige Transaktionen direkt bei ihrer Bank oder ihrem Zahlungsdienstleister überprüfen und dazu dessen offizielle Website oder App verwenden. Sie sollten weder Rückerstattungsanweisungen eines nicht verifizierten Absenders befolgen noch eine separate Rückzahlung vornehmen. Wenn eine Zahlung fragwürdig erscheint, kann der Anbieter zum geeigneten nächsten Schritt beraten.

Einheitliche Finanzverfahren erleichtern es, ungewöhnliche Aktivitäten zu erkennen. Geschäftliche und private Finanzen getrennt zu halten, Zahlungen mit Bestellungen und Rechnungen abzugleichen und übliche Transaktionsmuster zu überwachen, kann helfen, Abweichungen festzustellen. Unternehmen können außerdem Bank-, Zahlungs- und E-Mail-Konten mit einzigartigen Passwörtern und Zwei-Faktor-Authentifizierung absichern, Benachrichtigungen über wichtige Kontoaktivitäten aktivieren und den Zugriff auf Mitarbeiter beschränken, die ihn benötigen.

Auch klare Regeln für Mitarbeiter sind wichtig. Beschäftigte, die Zahlungen bearbeiten, sollten wissen, dass unerklärliche Rückerstattungen überprüft werden müssen und nicht über alternative Kanäle zurückgezahlt werden dürfen. Schulungen können Teams dabei helfen, Phishing-Links, gefälschte Rechnungen und Nachrichten zu erkennen, in denen Kunden oder Lieferanten imitiert werden.

Der ursprüngliche Artikel empfiehlt außerdem, diese Verfahren mit Cybersicherheitsschutz zu kombinieren, da Betrugsversuche über E-Mails oder gefälschte Websites beginnen können und nicht unbedingt über eine Zahlungsplattform. Er hebt Bitdefender Ultimate Small Business Security hervor, das Geräte- und E-Mail-Schutz, Passwortverwaltung, VPN-Zugang und Funktionen zum Schutz vor Betrug umfasst. Mit dem Tool Scam Protection Pro können Mitarbeiter verdächtige Nachrichten oder Links prüfen; die zentrale Verwaltung unterstützt die Überwachung verschiedener Geräte. Solche Tools können zusätzlichen Schutz bieten, doch verdächtige Zahlungen müssen weiterhin bei der zuständigen Bank oder dem jeweiligen Anbieter überprüft werden.

Quellen: TechRadar.