Garmin setzt in seiner Uhrenpalette zunehmend auf OLED-Displays, doch Memory-in-Pixel-Bildschirme (MIP) werden vorerst nicht verschwinden. COO Brad Trenkle sagt, der Unterschied bei der Akkulaufzeit zwischen den beiden Technologien sei kleiner geworden, aber noch nicht vollständig verschwunden.

„Wenn wir bei einem transflektiven Farb-MIP-Display bleiben, ergeben sich für unsere Kunden definitiv verschiedene Möglichkeiten“, sagte Trenkle. Als größten Vorteil nannte er die Akkulaufzeit, insbesondere bei auf Ausdauer ausgelegten Uhren. MIP-Bildschirme reflektieren das Umgebungslicht und können im Freien leichter abzulesen sein, ohne den hohen Strombedarf eines hellen OLED-Displays.

Laut Trenkle hat sich die Akkulaufzeit von OLED-Modellen mit jeder Generation verbessert. MIP werde jedoch Teil der Garmin-Produktpalette bleiben, bis der Unterschied vollständig aufgeholt sei. Die Technologie ist in einigen Produktreihen bereits seltener geworden: Dem Artikel zufolge bieten neuere Forerunner-Modelle keine MIP-Option, während MIP weiterhin mit Spezialuhren verbunden ist, die Solarladung nutzen.

Solarenergie könnte ein weiterer Faktor bei Garmins Entscheidungen über Displays sein. Trenkle sagte, über einem Display angebrachte Solarpanels könnten die Bildqualität beeinträchtigen, beschrieb jedoch einen anderen Ansatz mit kristallinem Silizium: Solarzellen könnten rund um den Bildschirm statt über dessen aktivem Bereich positioniert werden. Seinen Angaben zufolge könnte diese Anordnung einen Verlust an Reflexionsfähigkeit oder Bildqualität verhindern. Pläne für eine solarbetriebene OLED-Uhr bestätigte er jedoch nicht.

Quellen: TechRadar.