AMD meldete für das dritte Quartal 2026 einen Rekordumsatz von 13,377 Milliarden US-Dollar, gegenüber 9,25 Milliarden US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Nettogewinn stieg um 95 % auf 2,43 Milliarden US-Dollar, während der verwässerte Gewinn je Aktie von 0,75 auf 1,46 US-Dollar kletterte.

Das Unternehmen erwartet für das vierte Quartal einen Umsatz von etwa 17 Milliarden US-Dollar, mit einer Schwankungsbreite von plus oder minus 3 %. Am Mittelwert entspräche dies einem Wachstum von 66 % gegenüber dem Vorjahr und von 27 % gegenüber dem Vorquartal. Intel prognostizierte zum Vergleich für das vierte Quartal einen Umsatz von 15 bis 16 Milliarden US-Dollar. Sollte AMD seine Prognose erfüllen, würde das Unternehmen erstmals einen höheren Quartalsumsatz als Intel erzielen.

Das Rechenzentrumsgeschäft war im dritten Quartal der größte Wachstumstreiber von AMD und erzielte mit 8,55 Milliarden US-Dollar einen Rekordumsatz – 97 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Das operative Ergebnis des Geschäftsbereichs stieg um 168 % auf 2,88 Milliarden US-Dollar. AMD führte die Zuwächse auf die Nachfrage nach seinen Epyc-Prozessoren und die Einführung der Instinct-MI455X-Beschleuniger zurück, die in den Helios-Systemen des Unternehmens zum Einsatz kommen.

AMD prognostiziert für das vierte Quartal einen Umsatz des Rechenzentrumsgeschäfts von rund 12,8 Milliarden US-Dollar. Dazu sollen der Hochlauf der Produktion dieser Beschleuniger und Systeme beitragen. Das Unternehmen erwartet außerdem, dass sich der Umsatz mit Server-CPUs 2027 verdoppelt und der Umsatz mit KI-Beschleunigern und Racks für Rechenzentren um mehr als das Zweifache steigt. Nach Angaben des Unternehmens könnte das Segment 2027 über 80 % des Gesamtumsatzes ausmachen, gegenüber 64 % im dritten Quartal 2026.

Der Umsatz im Client- und Gaming-Geschäft sank im Jahresvergleich um 8 % auf 3,722 Milliarden US-Dollar. Der Umsatz mit Client-CPUs betrug 2,95 Milliarden US-Dollar, während der Gaming-Umsatz auf 773 Millionen US-Dollar zurückging, da Microsoft und Sony weniger Chips für Konsolen kauften und die Verkäufe von Radeon-Grafikkarten schwach blieben. AMD erwartet, dass der gemeinsame Umsatz der beiden Bereiche im vierten Quartal gegenüber dem Vorquartal um mehr als 20 % zurückgeht. Als Gründe nannte das Unternehmen höhere Speicherpreise und eine schwächere PC-Nachfrage. CEO Lisa Su sagte außerdem, dass das Unternehmen für 2027 mit einem prozentual zweistelligen Rückgang der PC-Auslieferungen plant.

Das Embedded-Geschäft von AMD wuchs im Jahresvergleich um 29 % auf 1,11 Milliarden US-Dollar. Ausschlaggebend war die stärkere Nachfrage aus der Luft- und Raumfahrt sowie der Verteidigungs-, Automobil-, Kommunikations- und Industriebranche. Das Unternehmen erwartet für das Segment im vierten Quartal ein sequenzielles Wachstum im zweistelligen Prozentbereich und in den darauffolgenden Jahren ein jährliches Umsatzwachstum im zweistelligen Prozentbereich.

Quellen: Tom's Hardware.