Synology hat gewarnt, dass Angreifer NAS-Geräte ins Visier nehmen, auf denen veraltete Versionen der Software DiskStation Manager (DSM) laufen. Das Unternehmen fordert Nutzer auf, die verfügbaren Updates umgehend zu installieren und den Zugriff auf ihre Geräte abzusichern.
Synology zufolge nutzen die Angriffe eine Sicherheitslücke aus, die das Unternehmen im Dezember 2024 behoben hat. Das Unternehmen nannte weder die konkrete ausgenutzte Schwachstelle noch gab es bekannt, wie viele Geräte kompromittiert wurden. Außerdem empfiehlt es, automatische Updates zu aktivieren, damit DSM auf dem aktuellen Stand bleibt.
In von BleepingComputer zitierten Berichten geht es um Synology-Kunden, deren Daten von der Ransomware C3rb3r verschlüsselt wurden. Die Angreifer sollen im Austausch gegen Entschlüsselungsschlüssel Tausende Dollar gefordert haben. Synology hat weder die Angreifer benannt noch das Ausmaß der gemeldeten Vorfälle bestätigt.
Die im Dezember veröffentlichten Korrekturen standen im Zusammenhang mit drei Schwachstellen, die in einem Sicherheitsbulletin vom November 2024 aufgeführt wurden: CVE-2024-10441, die die Ausführung beliebigen Codes ermöglichen könnte; CVE-2024-50629, bei der es um das Auslesen beliebiger Dateien geht; und CVE-2024-10445, durch die Dateien auf kompromittierte Geräte geschrieben werden könnten.
Welches DSM-Update erforderlich ist, hängt von der verwendeten Version ab. Synology führt DSM 7.2.2-72806-1 oder höher, DSM 7.2.1-69057-6 oder höher, DSM 7.2-64570-4 oder höher, DSM 7.1.1-42962-7 oder höher sowie DSM 6.2.4-25556-8 oder höher als Versionen mit behobener Sicherheitslücke auf.
Synology-NAS-Geräte dienen zum Speichern und Teilen von Dateien und können auch als zentrale Backup-Lösung eingesetzt werden. Um das Risiko zu verringern, sollten Nutzer NAS-Geräte nach Möglichkeit aus dem öffentlichen Internet entfernen oder den Zugriff auf vertrauenswürdige Identitäten beschränken. RAID-Redundanz und integrierte Backup-Funktionen verhindern nicht zwangsläufig, dass Ransomware gespeicherte Daten verschlüsselt.
Quellen: TechRadar.