TechRadar interviewte Proton-CEO und -Gründer Andy Yen Anfang Oktober 2026 während einer Presseveranstaltung am Hauptsitz des Unternehmens in Genf. Das auf dem YouTube-Kanal The Privacy Lab veröffentlichte Gespräch behandelt unter anderem die Zukunft von Proton, künstliche Intelligenz und Altersverifikation.
Dem Interview ging ein Tag mit Präsentationen zu Protons Produkten voraus, darunter Proton VPN und Proton Mail. Yen sprach außerdem über die gemeinnützige Eigentümerstruktur des Unternehmens und seinen Ansatz, Produkte danach zu entwickeln, was die Nutzer wollen. Auf die Frage nach einem privaten Browser, der Berichten zufolge in einer Stellenanzeige erwähnt wurde, bestätigte er keine Pläne, einen solchen zu entwickeln.
Das Interview wird veröffentlicht, während Proton wegen seines internen Umgangs mit KI kritisch geprüft wird. In der vergangenen Woche veröffentlichte durchgesickerte Nachrichten beschrieben Pläne, nach denen einige Beschäftigte mit besonderem Augenmerk auf den Einsatz von KI in ihren Aufgaben erneut „Vorstellungsgespräche“ führen sollten. Nach Kritik von Beschäftigten und aus der Community für digitale Privatsphäre veröffentlichte Yen am 30. Oktober eine Entschuldigung auf dem Proton-Subreddit. Er sagte, er übernehme die Verantwortung für Kommunikationsfehler, die Nutzung von KI werde nicht zulasten der Sicherheit gehen und die erneuten Gespräche würden nicht stattfinden und niemanden den Arbeitsplatz kosten.
Proton-CTO Bart Butler hat außerdem ein internes Memo über den Einsatz von KI im Unternehmen veröffentlicht, das Anfang Oktober an die Beschäftigten geschickt worden war. TechRadar weist auf einen Gegensatz zwischen Yens Kritik an gängigen KI-Chatbots im Interview und Protons internem Bestreben hin, den Einsatz von KI-Tools auszuweiten. Das Interview selbst wurde vor der jüngsten Kontroverse aufgezeichnet und konzentriert sich auf Yens Ansichten zu Privatsphäre, KI und Protons Zukunft.
Quellen: TechRadar.