Der Ausbau von Rechenzentren stieß bei lokalen Abstimmungen während der US-Zwischenwahlen auf starke Ablehnung. Dem Tracker „Data Centers on the Ballot“ zufolge waren 33 Maßnahmen zur Einschränkung des Ausbaus angenommen worden, sechs weitere lagen vorn, und für fünf waren noch keine Ergebnisse veröffentlicht. Eine Maßnahme in Harwood, North Dakota, die ein Prüfverfahren für Industrieprojekte einschließlich Rechenzentren eingeführt hätte, war gescheitert.

Die Maßnahmen umfassen verschiedene Vorschläge, darunter dauerhafte Verbote, vorübergehende Moratorien und Beschränkungen auf Grundlage der Anlagengröße oder des Energieverbrauchs. Ein separater Tracker, der 46 Maßnahmen in 10 Bundesstaaten erfasst, ergab, dass alle 33 Vorschläge zur Begrenzung von Rechenzentren voraussichtlich angenommen werden. Von 13 Maßnahmen, die den Bau von Rechenzentren ermöglichen sollten, dürften 11 scheitern.

Bei der Wahl kam es außerdem zu Abwahlverfahren in Piqua, Ohio, wo der Bürgermeister und zwei Stadtratsmitglieder abgesetzt wurden, sowie in Yukon, Oklahoma, wo der Bürgermeister abgewählt wurde. Der Quelle zufolge hatten diese Amtsträger zuvor Verbote für Rechenzentren unterstützt.

Es ist weiterhin unklar, wie sich die Abstimmungen auf bereits laufende Projekte auswirken werden. Die Quelle merkt an, dass von mehr als 300 landesweit beschlossenen lokalen Verboten für Rechenzentren drei Projekte mit insgesamt 2,3 Gigawatt verzögert worden waren. Außerdem nennt sie eine Kapazität von 38 Gigawatt, die bis 2027 in Betrieb gehen soll, sowie für 2050 prognostizierte Infrastrukturinvestitionen in Höhe von 32 Billionen US-Dollar.

Die Ergebnisse könnten künftige Projekte beeinflussen, da die Besorgnis über Stromkosten, Lärm und andere Auswirkungen auf die umliegenden Gemeinden anhält. Präsident Donald Trump hat Maßnahmen wie eine Energiedividende für lokale Gemeinden sowie die Zusage unterstützt, dass Technologieunternehmen, Gouverneure der Bundesstaaten und Versorgungsunternehmen die mit Rechenzentren verbundenen Kosten übernehmen. Die Wahlergebnisse legen jedoch nahe, dass diese Bemühungen die Stimmung der Wähler in den Gebieten, in denen abgestimmt wurde, nicht verändert haben.

Quellen: Tom's Hardware.