Windows 11 testet derzeit einen überarbeiteten integrierten Internetgeschwindigkeitstest, der laut Microsoft mithilfe agentischer künstlicher Intelligenz und unter menschlicher Aufsicht zügig entwickelt wurde.
Marcus Ash, Microsofts Vizepräsident für Windows Design and Research, erklärte auf X, dass das Team auf Rückmeldungen zu gewünschten Verbesserungen reagiert und innerhalb eines Tages einen funktionierenden Prototyp erstellt habe. Diego Baca, Vizepräsident für Design bei Windows, war an dieser frühen Arbeit beteiligt.
Laut Ash arbeitete Microsofts Konnektivitätsteam anschließend mit Partnern zusammen, um die Funktion in Windows zu integrieren. Der Design- und Entwicklungsprozess wurde von einem agentischen KI-Workflow vorangetrieben, wobei eine Person die Arbeit in ihrer Freizeit anleitete. Ash bezeichnete das Projekt als Beispiel dafür, wie KI dazu beitragen könne, Ideen schneller zu den Nutzern zu bringen und zugleich das zu vermeiden, was Microsoft als „KI-Schrott“ bezeichnet.
Dennoch hat dieser Ansatz Kritik ausgelöst. Der Artikel stellt fest, dass es im Kern nicht einfach darum geht, ob KI Code beigesteuert hat, sondern wie sie eingesetzt wurde. Ein von Menschen geleiteter Prozess, bei dem ein KI-Agent repetitive Programmieraufgaben übernimmt und seine Ergebnisse sorgfältig überprüft werden, unterscheidet sich davon, KI-generierten Code mit nur minimaler Kontrolle einzusetzen.
Auch Microsofts Aussagen stoßen auf Skepsis, da bereits Bedenken hinsichtlich der Qualität von Windows-11-Updates bestehen. Der Artikel verweist auf wiederkehrende und teilweise schwerwiegende Fehler, insbesondere seit dem Update 24H2, als Grund dafür, dass einige Nutzer bezweifeln könnten, ob Microsofts KI-gestützte Entwicklung ausreichend getestet und überwacht wird.
Eine weitere Sorge betrifft die Beschäftigung. Der Geschwindigkeitstest wurde Berichten zufolge größtenteils von einem KI-Agenten umgesetzt, einschließlich Teilen seines Designs, während der Entwickler den Prozess in seiner Freizeit anleitete. Diese Beschreibung hat die Befürchtungen verstärkt, dass agentische KI das verfügbare Arbeitsvolumen für Softwareentwickler verringern könnte.
Der Artikel argumentiert, dass die Förderung der Effizienz von KI besonders heikel sein könnte, während Microsoft Stellen abbaut und freiwillige Kündigungen fördert. Zugleich wird anerkannt, dass Microsoft die Rolle der Technologie vergleichsweise offen dargestellt hat, und es wird angedeutet, dass KI bei der künftigen Entwicklung von Windows 11 eine zunehmend wichtige Rolle spielen wird.
Quellen: TechRadar.